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be-Werbung per Post, E-Mail und online
be-Werbung per Internet: per E-Mail und online
be-Werbung per E-Mail
Nach der vorne stehenden Behauptung, E-Mail-be-Werbungen entsprächen in Zusammensetzung und Inhalt praktisch genau den Papier-be-Werbungen, sei zuerst die «Vollversion» beschrieben:
Eine E-Mail mit Attachment
- Im Betreff steht ein unmissverständlicher Hinweis auf die Sendung – zum Beispiel: Ihr Inserat "Sachbearbeiter/in" im Bund vom 12. Mai 2008.
- In den Textbereich des E-Mail-Fensters kopieren Sie Ihren individuellen be-Werbungsbrief, wie wenn er auf Papier verschickt würde (Seite 08, Dossier 5). Sie haben den Brief kurz und prägnant formuliert, am besten nach der Struktur SIE – ICH – WIR.
- Als Attachment (auch Anlage genannt) hängen Sie je als 1 PDF-Dokument Ihren normalen Lebenslauf, die zusammengefassten eingescannten Arbeitszeugnisse und die wichtigsten zusammengefassten eingescannten Bildungszeugnisse an.
Eine Schnell-Kurz-Variante
- Im Betreff steht wie gehabt der Hinweis: Ihr Inserat "Sachbearbeiter/in" im Bund vom 12. Mai 2008.
- In den Textbereich des E-Mail-Fensters kopieren Sie Ihren individuellen be-Werbungsbrief. In einem PS weisen Sie darauf hin, dass Sie die restlichen Dokumente per Post nachsenden.
- Als Anlage hängen Sie als PDF-Dokument lediglich Ihren normalen Lebenslauf an.
Natürlich sind andere Varianten denkbar, diese beiden, vor allem die erste, haben in einer Umfrage bei Personalleuten Vorrang erhalten.
E-Mail-be-Werbung kombiniert mit eigener Webseite
- Im Betreff steht wie gehabt der Hinweis: Ihr Inserat "Sachbearbeiter/in" im Bund vom 12. Mai 2008.
- In den Textbereich des E-Mail-Fensters kopieren Sie Ihren individuellen be-Werbungsbrief. Ein Direktlink und ein Passwort auf die eigene Webseite geben Zugang zu detaillierten Dokumenten wie Lebenslauf, Arbeits-, und Bildungszeugnisse und allfällige weitere Papiere. Diese soll man im gewünschten Umfang als PDF herunterladen können.
- Diese Variante fordert von den Selektionierenden viel Eigenleistung und Zeit, sie wird darum auch nicht besonders geschätzt.
E-Mail-be-Werbungs-Regeln
Fast alle Regeln für eine sinnvolle Brief- und Lebenslaufdarstellung bei der konventionellen be-Werbung gelten auch für die E-Mail-be-Werbung!
- Die Kürze und die Beschränkung auf das Wesentliche werden hier noch wichtiger.
- Trotzdem: SMS-Sprachstil, interpunktionsfreie Kleinschreibung sind fehl am Platz.
- Im Textbereich des E-Mail-Fensters werden Umlaute, Sonderzeichen nicht von allen Programmen richtig interpretiert, das heisst, es kommen womöglich am Ziel Hieroglyphen an. Auf jeden Fall sollten sie alle Auszeichnungen (kursive, unterstrichene, fette Schreibweise) weglassen, als gewöhnlichen Text einfügen und, wenn Sie ganz sicher sein wollen, auch die Umlaute so schreiben: ae, oe, ue. Am besten erstellen Sie einen Fliesstext ohne Tabulatoren, lediglich mit Zeilenschaltungen.
- Es ist zwar möglich die E-Mail in HTML zu verfassen und so die Erscheinungsform zu gestalten. Es gibt aber Unternehmen, deren Mailserver oder Firewall HTML-E-Mails ausscheiden, weil Spam oft in diesem Format verschickt werden.
- Benutzen Sie für die be-Werbung nicht Ihre Firmen-E-Mail-Adresse, sondern organisieren Sie sich eine eigene.
- Legen Sie für sich eine «normale» E-Mail-Adresse fest, allenfalls eine spezielle für be-Werbungen – zum Beispiel «g.guggenbuehl@gmx.com»! Fantasienamen wie «goldkaefer@gmx.com» oder «coolboy@gmx.com» wirken suspekt.
- Wenn Sie alles geklärt, geordnet und «perfekt» erstellt haben, ist es sinnvoll, vor dem definitiven Versand einen Test zu machen. Schicken Sie sich selber, evtl. auch noch einem Nutzer eines anderen Betriebsystems, eines anderen Mailprogramms eine Test-Mail, um zu sehen, ob alles korrekt ankommt.
Beilagen – Formate
Grundregeln
- Versenden Sie nur so viele Dokumente wie nötig und so leichte wie möglich. Grosse Datenmengen können nicht überall empfangen werden. Mail-Boxes haben oft eine Empfangsbeschränkung, die zwischen 1 und 2 MB liegen kann. Sie sollten sich zur Regel machen, mit Ihrer be-Werbungspost die MB-Grenze nicht zu überschreiten.
- Es wird in der Regel empfohlen, die Attachements in den üblichen Formaten zu erstellen. Genannt werden: .txt / .doc / .rtf / .pdf – allerdings beinhaltet .txt den reinen Text ohne Formatierung und Schriftmerkmale. Für gestaltete Dokumente ist .txt also unbrauchbar.
- .doc und .rtf setzen das Vorhandensein der verwendeten Schrift auf dem Zielrechner voraus, darum sind gebräuchliche Schriften wie Arial, Helvetica, Times zu empfehlen. Bei .pdf wird üblicherweise die verwendete Schrift im Dokument mit eingelagert und muss deshalb nicht auf dem Computer des Empfängers vorhanden sein.
- Fotos und Gestaltungselemente halten Sie mit Vorteil in Schwarzweiss und in Grautönen. In der Regel werden die Dokumente nicht in Farbe ausgedruckt.
be-Werbung Online
Grosse Unternehmen entwickeln individuelle umfassende webbasierte Rekrutierungsverfahren. Eine Bank zum Beispiel hat ein dreistufiges hoch strukturiertes Selektionsverfahren eingeführt, dessen erste Hürde ein Online-Assessment ist. Andere Firmen erwarten zumindest be-Werbungen mittels speziellem Online-Formular. Ein weiterer Betrieb gibt zudem die Möglichkeit, einen so genannten Suchagenten einzurichten, der aufgrund weniger Stichworte (Funktionsbereich, Region, Beschäftigungsart, Beschäftigungsgrad und ein individuelles Stichwort) während einer gewählten Zeit die offenen Stellen des Konzerns durchforstet und per E-Mail avisiert. Die Varianten werden sich künftig häufen. Die Online-Bewerbungen sind je nach Firma unterschiedlich aufwendig. Am besten schaut man eine Reihe dieser Formulare an und erstellt von seinen Daten Textmodule, um sie flexibel einkopieren zu können.
Sicherheitsaspekte
- Der Verkehr durch die weltweit verflochtenen Kanäle des Internets ist nicht geschützt. Nachrichten können abgefangen werden, verloren gehen, unvollständig ankommen, im schlimmsten Fall gar manipuliert werden. Wägen Sie ab, wie Sie das Risiko für sich einschätzen.
- Die Möglichkeit der Verschlüsselung ist nur dann sinnvoll, wenn der Empfänger über eine geeignete Entschlüsselungsmöglichkeit verfügt.
- Wenn Sie Zugriff auf die eigene Homepage ermöglichen, ist es nicht ideal, eine private Seite zu benutzen, auf der auch familiäre Details, Fotos und anderes enthalten sind. Wenn Sie diesen Weg beschreiten wollen, dann erstellen Sie eine separate Homepage nur für die be-Werbung.
- Bei Inseraten, die einzig eine nichts sagende E-Mail-Adresse aufweisen, ist die gleiche Vorsicht angebracht wie bei Chiffre-Inseraten (Seite 04).