Wer nimmt teil am nächsten Gespräch, um welche Inhalte geht es? Werden Sie sich über Ihre Fragen klar, zum Beispiel bezüglich Arbeitsplatz- und Organisationsfragen, Anstellungsbedingungen, Schnuppermöglichkeiten, Einführung in die Arbeit und so weiter.
Zwei, drei Vorstellungsgespräche vor einer Anstellung sind durchaus üblich. Den Zeitrahmen gibt in der Regel die Firma vor. Melden Sie in höflicher und begründeter Form Ihre eigenen Wünsche an.
Wenn ein persönliches Gespräch, also eine Vorstellung stattgefunden hat, ist bei einer pauschalen oder nichtssagenden Absage das Nachfragen sinnvoll. Die Gründe können weiterhelfen, und Sie können Tipps erfragen für ein verbessertes be-Werbungsverhalten.
Eine grundsätzliche Bemerkung: Absagen sind schmerzlich, sie gehören aber zur be-Werbung, weil ja immer nur eine Kandidatur erfolgreich sein kann.
Je nach Aufgabe und Position stehen die Fragen nach Gehalt, Provisionen, Boni im Zentrum. Beziehen Sie die Lohnnebenleistungen von der Überzeitentschädigung, der Gratifikation über die Weiterbildungsbeteiligung, das Firmenfahrzeug bis zu Beiträgen an Sozialleistungen und Vorsorge und anderes in die Rechnung mit ein.
Für eine Schlussbeurteilung wägen Sie das offerierte Bruttojahressalär, die Lohnneben- und Sozialleistungen, ein allenfalls überblickbares finanzielles Wachstumspotenzial ab in Relation zur Verantwortung und Kompetenz der Position. Beziehen Sie aber für Ihre Entscheidung die Arbeitsinhalte, die erwartete Befriedigung und Freude an der Aufgabe sowie die fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten mit ein.
Unsicherheit, offene Fragen? Beanspruchen Sie Bedenkzeit, bitten Sie um eine Zusatzrunde für die Schlussverhandlung, oder bringen Sie das Schnuppern ins Gespräch. Gespräche mit vertrauten Menschen können die Entscheidungsfindung unterstützen.
Auch wenn Ihnen die Zusage Freude macht, unterschreiben Sie einen Vertrag immer erst zu Hause nach gründlichem Studium.
Lassen Sie sich gratulieren. Alles Gute für einen gelingenden Start am neuen Ort!
Bedenken Sie, dass Sie am neuen Ort mit Elan, mit gelüftetem Kopf eine neue Herausforderung annehmen wollen. Das bedarf Ihrer ganzen Konzentration und Energie. Vielleicht können Sie es sich leisten, eine, zwei Wochen Ferien zu machen, einen Monat zu pausieren, allenfalls verbunden mit einem Sprachaufenthalt.
Es lohnt sich, bereits in den Anstellungsverhandlungen zu diskutieren, wie Sie in die Aufgabe eingeführt werden. Gibt es ein Programm, eine Patin oder einen Paten (Mentoring), die Sie Schritt für Schritt in die Umgebung und Aufgaben einführen? Je nach Ihren Laufbahnerfahrungen, Entwicklungsbedürfnissen kann auch eine externe Begleitung in Form eines Coachings sinnvoll sein. Sind Ihnen Klippen, Muster bewusst, die Sie in Ihrem neuen Engagement erfolgreich umschiffen möchten, dann kann sich die Massnahme lohnen.
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