Der 24-jährige Karl Holzmann möchte «weiterkommen». Er sucht eine erste Führungsverantwortung. So bewirbt er sich auf eine Schreiner-/Maschinistenstelle mit Gruppenleitungsverantwortung. Gleichzeitig startet er Spontan-be-Werbungen.
Dank dem offenen Gespräch über seine Stellensuche mit seinem derzeitigen Chef nennt er ihn als Referenzperson. Die Angabe von Referenzpersonen ist heute in der Bewerbung zwar kein Muss mehr (Seite 06), aber Klein- und Gewerbebetriebe halten sich nicht unbedingt an die «Regeln» modernen Rekrutierungs-Managements. Man soll also durchaus von Regeln abweichen und das tun, was man in der eigenen individuellen Situation für angebracht hält.
Entgegen den im Inserat geforderten fünf Jahren Erfahrung, hat Holzmann erst deren vier vorzuweisen. Weder lässt er sich von seinem Vorhaben abhalten noch rechtfertigt er sich. Mit Selbstbewusstsein, im Wissen um bereits professionelle Erfahrung in der Lehre, bewirbt er sich.
Für die Spontan-be-Werbung benutzt er die gleiche Lebenslaufstruktur, weil sie schon sehr kompakt ist und sich seiner Meinung nach kaum mehr kürzen lässt. Er fügt einen Block mit seinen Zielsetzungen ein. Darin muss er nicht präzisieren, in welchen Sparten er künftig arbeiten will (Möbelbau, Ladenbau usw.), weil er das ja durch die Auswahl der anzuschreibenden Firmen bestimmt.
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